Futures ohne Nachschusspflicht

Futures ohne Nachschusspflicht

Ab Januar 2023 gilt eine neue „Produktintervention“ der BaFin, wonach Kleinanleger keine Futures / Termingeschäfte mit Nachschusspflicht mehr handeln dürfen. Doch keine Angst: es gibt eine denkbar einfache Lösung.


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von Georg Hartmann
Mein Stil: Swing, Day, Volume. Mein Motto: Börsenerfolg ist ein Handwerk, keine Wissenschaft. Wer ein Meister werden will muss jahrelang lernen, üben, anwenden und dann wieder von vorn anfangen.

[Advertorial] - Am 30.09.2022 kam der Hammer der BaFin: In ihrer Pressemitteilung vermeldete sie glücklich, dass (wir) Kleinanleger ab dem 01. Januar 2023 auch im Futures-Handel von der Nachschusspflicht befreit sein werden.

Für die meisten zunächst ein Schock!

Wird das Futures Trading verboten?

Vor allem in den einschlägigen Foren wurde schnell darüber spekuliert, was man nun unternehmen muss, um weiter vom Handel mit den beliebten Instrumenten zu profitieren.

Es wurde sogar befürchtet, dass uns die Chance auf Zugang an die Terminbörsen faktisch genommen wird, und unser gesamtes Geschäftsmodell des aktiven Tradings mit Futures der Vergangenheit angehört.

Aber so schlimm kommt es zum Glück nicht.

Muss man jetzt eine Trading-GmbH gründen?

Ein weiterer naheliegender Gedanke war, dass man spätestens jetzt dazu gezwungen sein wird, ein Unternehmenskonstrukt für das Futures-Trading zu verwenden.

Anbieter für eine möglichst stressfreie und relativ günstige Lösung gibt es ja dank RIDE mittlerweile, damit man sich mehr auf das Trading, und weniger auf die GmbH-Administration konzentrieren kann.

Doch dieses Konstrukt lohnt sich nicht für jeden Usecase und kann sich manchmal sogar negativ auf die persönliche Rendite auswirken. Ganz zu schweigen von weiteren Komplikationen, wie etwa der Wegzugsbesteuerung, die einen quasi an Deutschland kettet.

Eine eigene Trading-GmbH ist also auch nicht der ideale Weg.

BaFin verbietet Privatpersonen NICHT generell den Handel mit Futures!

Hinter den großen Befürchtungen steht ein Verständnisproblem. Denn die BaFin verbietet Privatleuten nicht den Handel mit Futures, sondern lediglich den Brokern, die Trader in die Pflicht zu nehmen, sollten sie durch einen Short auf dem falschen Fuß erwischt worden sein.

Die Broker müssen damit „lediglich“ unter allen Umständen vertraglich ausschließen, dass sie Privatkunden einen Margin-Call zusenden, und einen Nachschuss in -theoretisch- unendlichem Ausmaß fordern können.

Damit ist diese Regelung tatsächlich richtig Vorteilhaft für uns Privathändler, was das Thema finanzielle Risiken angeht.

Futures ohne Nachschusspflicht handeln

Die einfach Lösung lautet also, man muss Futures einfach ohne Nachschusspflicht handeln.

Aber… ist das überhaupt möglich?

Die kurze Antwort lautet: Ja.

Und möglicherweise handelt der eine oder andere bereits, ohne es zu wissen, mit dieser vertraglichen Sonderheit und ist damit von der neuen Produktintervention gar nicht betroffen!

Denn einige Broker haben schon längst einen Ausschluss der Nachschusspflicht vertraglich geregelt. Ich habe bei einigen Brokern nachgefragt.

Bereits Mitte Februar 2022 stellte z.B. der in einer Pressemeldung klar, dass dort seit über 3 Jahren auf die Nachschusspflicht beim Futures-Handel verzichtet wird.

Die war auch einer der ersten deutschen Broker, die eine ordentliche Lösung für das Scholz’sche 20.000-Euro-Verlustverrechnungs-Murks*-Gesetz umgesetzt hatte. (*persönliche Meinung, wird von Gerichten geklärt)

FXFlat: gute Konditionen?

Dass sich die so vorausschauend verhält ist erstmal erfreulich zu hören. Und für einen verlässlichen Broker-Partner sollte es besonders wichtig sein, dass er sich schon frühzeitig um Probleme kümmert, die einem als Trader widerfahren.

Doch stellt sich die Frage, ob sich ein Broker nicht dann im Gegenzug auch fürstlich bezahlen lässt.

Ein Blick in die Konditionen zeigt: Zum Glück nicht – denn im Vergleich zu anderen Brokern am deutschen Markt sind die Trading-Gebühren für Future-Kontrakte eher im unteren Preissegment.

So kostet beispielsweise der Handel mit einem Mini-DAX®-Future nur 0,90 Euro, die beliebten US-Micros (MES, M6E, MNQ, etc.) schlagen auch nur mit 0,90 USD je Kontrakt und Seite zu Buche.

Alle anderen US-Futures sind flat mit 2,90 USD handelbar. Das macht also 4,80 USD round-turn.

Im Vergleich zu IB ist der Unterschied zwar hoch, dort kann man den ES beispielsweise für nur 1,30 USD round-turn handeln, aber derzeit ist noch fraglich, ob das in 2023 für deutsche Trader überhaupt noch legal möglich ist (ich habe bei Interactive Brokers angefragt und warte noch auf eine Antwort aus der Compliance-Abteilung).

Im Vergleich zu den deutschen Ablegern von IB hingegen ist der Preis aber mehr als konkurrenzfähig. Und nicht nur das:

Keine Rabatte, aber attraktive Boni!

Auf meine Nachfrage nach möglichen Rabatten wurde ich zwar darüber unterrichtet, dass man Mengenstaffeln erst ab 10.000 gehandelte Kontrakte pro Monat anbietet, aber dass es für aktive Trader andere Annehmlichkeiten gibt:

  • Man kann über FXFlat eine kostenlose erwerben. Sie kostet normalerweise 82,11 Euro pro Monat. Sollte man jedoch mindestens 85 Euro pro Monat an Kommissionen generieren (was z.B. 30 Transaktionen im ES entspricht), wird einem eine Gutschrift erstellt, und die ATAS-Lizenz ist damit kostenfrei.
  • Auch der benötigte Level-II-Live-Datenstream ist unter bestimmten Konditionen kostenfrei. Dabei handelt es sich um CQG-Daten, die in Fachkreisen neben ritmic und dxfeed zu einem der renommiertesten Anbieter zählt. Er schlägt normalerweise monatlich mit 20 Euro für EUREX-Futures und 30 Euro für CME-Futures zu Buche. Diese Gebühren lassen sich ebenfalls sparen, wenn man bei FXFlat eine Monats-Mindestprovision von 300 Euro (pro Börse) generiert.

Das bedeutet, dass ein aktiver US-Futures-Händler ab bereits 104 Transaktionen (= 52 Kontrakte kaufen und verkaufen, keine Micros) keine monatlichen Kosten mehr für Software und Datenfeed hat.

Der Transaktions-Preis fällt in diesem Beispiel dann auf effektiv rund 1,79 USD.

Fazit

Wer weiter aktiv Futures handeln möchte und einen verlässlichen deutschen Partner für seine Handelsabwicklungen sucht, der sollte sich mal ansehen.

Die Zeitschrift €uro am Sonntag hat nicht umsonst in seiner Ausgabe 32/2022 zum „besten Online-Broker für aktive Trader“ gekürt.

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